Warum ist die richtige Lagerung so wichtig?
Frisch geschlagenes Holz enthält bis zu 60 % Wasser. Wird es zu früh verbrannt, entsteht kaum Wärme – dafür aber viel Rauch, Ruß und Teer. Diese Rückstände setzen Ihren Kamin und Ihren Schornstein zu und belasten die Umwelt. Die Lösung: richtig lagern.
Die 5 goldenen Regeln
1. Trocken und luftig
Lagern Sie Ihr Holz an einem trockenen, gut belüfteten Ort – idealerweise unter einem Dach, aber mit offenen Seiten. So kann die Feuchtigkeit entweichen.
2. Nicht auf dem Boden
Legen Sie eine Unterlage aus Paletten oder Kanthölzern. So verhindern Sie, dass Feuchtigkeit von unten ins Holz zieht.
3. Südseite bevorzugen
Ein Platz an der Südwand mit direkter Sonneneinstrahlung beschleunigt die Trocknung erheblich.
4. Luftzirkulation
Stapeln Sie das Holz nicht zu dicht. Zwischen den Scheiten sollte immer ein Fingerbreit Luft bleiben.
5. Mindestens 1 Jahr trocknen
Je nach Holzart und Witterung braucht Kaminholz 12–24 Monate, um auf unter 18 % Restfeuchte zu kommen. Hartholz wie Eiche braucht länger als Weichholz.
Restfeuchte messen
Mit einem einfachen Feuchtigkeitsmessgerät (ab ca. 20 €) können Sie die Restfeuchte direkt am gespaltenen Scheit prüfen. Ideal sind 12–18 %.
Fazit
Richtig gelagertes Kaminholz brennt sauberer, heizt besser und schont Kamin sowie Umwelt. Nehmen Sie sich die Zeit – es lohnt sich.